Worum geht's hier?
Recruiting, Azubis, Führung, Lernkultur, Betriebsalltag. Wir reden über das, was in der Ausbildung trägt ... und über das, was längst lauwarme Brühe ist.
Mit Gästen, die auch mal anderer Meinung sind. Die das Alte verteidigen dürfen. Die das Neue hinterfragen müssen. Kein Lagerdenken, kein Besserwissen, keine moralische Keule. Wir drehen den Spiegel nicht auf die junge Generation, sondern auf uns selbst.
Du musst kein Fachmensch sein, um reinzuhören. Aber du kommst als Fachmensch raus.
Wer redet hier eigentlich?
Kein Experte, der von oben erklärt. Kein Moderator, der sich selbst zuhört.
Alexander Steffen ist der, den du nach der Arbeit noch kurz anrufst. Weil er das Thema kennt, weil er ehrlich ist und weil das Gespräch mit ihm meistens länger dauert als geplant. Gut so.
Er hat Ausbildung nicht studiert, sondern macht sie täglich. Kennt Fehler, eigene wie fremde. Und hat trotzdem ... oder genau deshalb ... Lust, darüber zu reden.
Das Format?
Jede Folge fängt mit derselben Frage an. Die ist unverhandelbar:
Kaffee oder Mate?
Danach wird's ehrlich. Wir nehmen uns ein Thema vor, drehen es um und gucken drunter. Aufgenommen werden meist 60 Minuten. Kein künstliches Lachen an den richtigen Stellen.
Du willst dabei sein?
Du machst Ausbildung anders. Du hast eine Meinung, die aneckt. Oder du verteidigst das Alte mit guten Gründen. Dann lass uns reden.
Kaffee & Mate ist nicht kommerziell. Keine Honorare, keine versteckte Werbung, kein Gast wird hier zur Litfaßsäule für sein eigenes Produkt. Aufgenommen wird remote über Riverside, das dauert ungefähr eine Stunde.
Schreib mir einfach: hello@asteffen.de
Vier-Stufen-Methode oder Dopamindusche? Warum wir das Lernen seit dem Fließband verlernt haben
Wir behandeln Menschen immer noch wie Maschinen. Reinstecken, programmieren, läuft. Der Nürnberger Trichter ist ein Mythos, die Lerntypen sind nie wissenschaftlich bewiesen worden und trotzdem fliegt der Quatsch erst 2024 aus der AEVO... und wird im Lehramt munter weiter gelehrt. Heute am Küchentisch: Eduard Janzen, Geschäftsführer bei Ausbilderschein24 und Kopf hinter „Das Neue Ausbilden".
Wir reden darüber, warum die Vier-Stufen-Methode so hartnäckig klebt (Spoiler: weil es bequem ist und weil Spiegelneuronen den Ausbilder passiv werden lassen), was im Gehirn passiert, wenn jemand wirklich lernt statt nur pauckt, und warum echtes Lernen näher am Kind im Wald ist als am Vokabelheft. Eduard erklärt die Dopamindusche, den Flow zwischen Routine und Herausforderung und die unbequeme Wahrheit für jeden, der „das machen wir seit 30 Jahren so" sagt: Laut Gallup sind gerade mal zwölf Prozent emotional an ihren Betrieb gebunden. Der Rest gießt Wasser in einen Eimer mit Löchern.
Eine Folge über Selbstwirksamkeit, Fehlerkultur, KI als Datenmaschine ohne Herz und die vielleicht wichtigste Frage für jeden, der ausbildet: Was muss ich eigentlich verlernen, damit ich wieder neu lernen kann?
Kapitel
(0:00) – Intro: Ausbildung, nur nicht lauwarm
(1:02) – Vorstellung von Eduard
(2:22) – Warum Ausbildung statt Studium?
(4:29) – Der Weg zu Ausbilderschein24
(5:04) – Was ist „Das neue Ausbilden“?
(5:18) – Kaffee oder Mate?
(5:49) – Warum braucht Ausbildung etwas Neues?
(6:18) – Lerntypen, Mythen und Industrialisierung
(9:31) – Vier-Stufen-Methode: Warum hält sie sich?
(11:45) – Spiegelneuronen und Lernen durch Beobachtung
(13:41) – Selbstwirksamkeit statt Nachmachen
(16:01) – Die Idee hinter „DNA – Das neue Ausbilden“
(18:00) – Ausbildung als Berufung
(19:42) – Zwischen Prüfungslogik und echtem Lernen
(23:06) – Was passiert im Gehirn beim Lernen?
(27:03) – Flow, Motivation und Dopamin
(32:17) – Was Ausbilder verlernen müssen
(36:05) – Lernprozessbegleiter statt Vortänzer
(37:20) – „Das haben wir schon immer so gemacht“
(40:10) – KI, Lernen und die Zukunft der Ausbildung
(45:14) – Future Skills und berufliche Handlungsfähigkeit
(46:23) – Praktische Tipps für neue Ausbilder
(48:04) – Selbstgesteuertes Lernen fördern
Wir suchen dich. Aber. Ausbildungsmarketing zwischen Markenkern und Bauchgefühl
In diesem Gespräch tauchen wir tief in das Thema Ausbildungsmarketing ein, mit Fokus auf Strategien, Herausforderungen und die Bedeutung menschlicher Beziehungsarbeit. Viola von der IHK Berlin teilt wertvolle Einblicke, wie Unternehmen junge Talente gewinnen und langfristige Beziehungen aufbauen können.
Kapitel
(0:00) – Intro: „Wir suchen dich“ – aber bitte perfekt
(1:05) – Vorstellung von Viola und ihrem Weg ins Ausbildungsmarketing
(4:40) – Kaffee oder Mate?
(6:10) – Die wichtigste Frage an Unternehmen: Warum sollte jemand bei euch lernen?
(7:35) – Authentizität statt Obstkorb und Hochglanzbroschüren
(10:35) – Berufsorientierung: Warum der erste Berufstest nicht die Antwort ist
(14:15) – Was Ausbildungsmarketing eigentlich bedeutet
(17:00) – Ausbildungsmarketing ist mehr als Social Media
(18:50) – Warum Beziehungsarbeit der Schlüssel ist
(21:20) – Recruiting versus Ausbildungsmarketing
(24:00) – Fachkräftemangel und die neue Macht der Bewerber
(24:45) – TikTok-Erfolge und virale Ausbildungskampagnen
(27:00) – Warum Reichweite allein nicht reicht
(28:20) – Persönliche Begegnungen statt nur Klickzahlen
(31:00) – Wie man Erfolg im Ausbildungsmarketing messen kann
(35:20) – Kinder-mitbringen-Tag: Der unterschätzte Einstieg in Berufsorientierung
(37:40) – Warum Arbeit für viele Jugendliche abstrakt geworden ist
(41:30) – Die Rolle der Eltern bei der Berufswahl
(45:30) – Ausbildungsmessen als Türöffner
(47:40) – Der erste Schritt für Unternehmen ins Ausbildungsmarketing
(49:00) – Personas entwickeln: Wen sucht das Unternehmen eigentlich?
(50:00) – Zielgruppen verstehen und passende Botschaften entwickeln
Praktikum. Echt jetzt? Warum No-Shows kein Schülerproblem sind
In diesem Gespräch erzählt Malte, wie er mit einer innovativen Plattform das Praktikum für Schüler und Unternehmen revolutioniert. Er teilt Einblicke in die Bedeutung von Praktika, Tipps für Unternehmen und die Motivation hinter seinem Projekt. In diesem Gespräch werden die wichtigsten Aspekte der Gestaltung erfolgreicher Praktika beleuchtet. Von der Vorbereitung über den ersten Tag bis hin zur Nachbereitung und Elternbeteiligung – erfahren Sie, wie Unternehmen und Praktikanten optimal profitieren können.
Kapitel
(0:00) – Intro: Der Chef war auch mal Praktikant(0:44) – Warum Praktika oft falsch verstanden werden
(1:03) – Vorstellung von Malte und Praktikum.io
(2:11) – Von Jugend forscht zum Unternehmen
(3:11) – Kaffee oder Mate?
(3:43) – Warum ausgerechnet Praktika?
(5:25) – Tagespraktika und die Sicht der Unternehmen
(7:01) – Die Geschichte hinter der Praktikanten-Tasse
(8:40) – Praktika als Chance statt Makel
(10:54) – Worauf Unternehmen bei Praktikanten achten sollten
(14:00) – Wie wichtig ist echtes Interesse am Unternehmen?
(16:03) – Gutes Recruiting braucht nicht viel Budget
(16:40) – Die schlimmsten Praktikums-Erlebnisse
(18:04) – Praktikumsplätze, Engpässe und Bewerbungswellen
(21:00) – Mitarbeiterkinder und Vitamin B im Praktikum
(24:00) – „Ich weiß noch gar nicht, was ich machen will“
(26:35) – Was Unternehmen am ersten Praktikumstag richtig machen sollten
(29:08) – Onboarding für Praktikanten
(32:45) – Was einen richtig guten ersten Tag ausmacht
(36:05) – Wenn Praktika nicht funktionieren
(37:10) – Praktikanten ins Team integrieren
(38:50) – Die Rolle von Azubis als Praktikums-Begleiter
Helikopter oder Heimvorteil? Elternarbeit auf der Azubimesse
Wer steht am Samstagmorgen wirklich am Messestand? In neun von zehn Fällen: die Eltern. Klemmbrett in der Hand, Fragen zur Übernahmequote auf den Lippen — die Jugendlichen zwei Schritte dahinter, Kopfhörer auf, noch halb im Schlaf.
Ist das Helikoptereltern-Verhalten? Schon Rasenmäher? Oder einfach der Heimvorteil, den sich viele Jugendliche heute insgeheim wünschen?
Zu Gast: Susanne Peters, Leitung der Einstieg Concept — der Agentur hinter Deutschlands größten Berufsorientierungs-Messen. 23 Jahre Messe-Erfahrung, selbst Mutter von zwei Töchtern. Eine Doppelperspektive, die das Thema braucht.
Wir sprechen über:
- warum 90 % der Eltern samstags mitkommen — und was das über die heutige Eltern-Kind-Beziehung erzählt
- den unterschätzten Freitag: warum auch die „verschleppten" Schulklassen wertvoll sind
- Klemmbrett-Laufzettel mit Pflichtfragen — warum Susanne kein Fan davon ist
- warum Personalabteilung am Stand nicht reicht und Azubis den Unterschied machen
- die eine Frage, die Eltern ihrem Kind stellen sollten (Tipp: nicht „Was willst du mal werden?")
- Berufsorientierung als Marathon, nicht Sprint — und was Eltern, Lehrkräfte und Unternehmen daraus lernen sollten
Eine Folge für alle, die Azubi-Recruiting machen, Berufsorientierung gestalten — oder selbst gerade Eltern eines Teenagers sind und sich fragen, wie viel Mitkommen okay ist.
Über Kaffee & Mate
Der Podcast über Ausbildung, Recruiting und das, was wirklich trägt. Küchentisch statt Konferenzraum. Ehrlich statt Hochglanz.
(0:00) – Intro: Eltern auf der Azubi-Messe
(1:18) – Die Szene am Messestand
(3:54) – Susannes Blick auf Messen und Eltern
(8:06) – Kaffee oder Mate?
(9:34) – Helikoptereltern oder Heimvorteil?
(13:02) – Warum engagierte Eltern wichtig sind
(15:01) – Wenn Eltern Berufswahl prägen
(17:33) – Tricks im Umgang mit Eltern am Stand
(20:44) – Erstbesuch oder konkrete Orientierung?
(22:46) – Warum der Freitag eine Lanze verdient
(26:55) – Messe als Erlebnis statt Kugelschreiberjagd
(28:39) – Warum Azubis am Stand so wichtig sind
(31:31) – Ausbildung an Gymnasien sichtbarer machen
(33:08) – Kleine Betriebe neben großen Marken
(36:04) – Tipps für Unternehmen und Eltern
(40:35) – Eigene Wünsche nicht aufs Kind projizieren
(42:17) – Kreative Messestände mit kleinem Budget
(46:24) – Wann Eltern zur Behinderung werden
(48:08) – Wenn Eltern ohne Kind zur Messe kommen
(50:25) – Eltern zwischen Hilfe und Loslassen
(57:45) – Unternehmen müssen ihre Zielgruppe verstehen
(58:22) – Wie sich Elternarbeit und Recruiting verändern
(1:00:15) – Schlussgedanke und Verabschiedung